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Das verschwundene Fundament der Einheiten

(08-2025)

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Dieses Manuskript – und auch dieser Text hier – entstand im Dialog zwischen Mensch und KI. Doch nicht nur die Inhalte, auch die Entstehung des Manuskripts selbst ist ein Experiment: Für mich war es ein Versuch herauszufinden, wie man mit einer KI kreativ arbeiten kann, ohne von ihr abhängig zu werden. Sie hat bei Recherche, Ideenfindung und Struktur geholfen – doch die Führung lag immer bei mir. Ich habe die Richtung vorgegeben, die Fragen gestellt und die Gedanken gelenkt; die KI hat daraufhin Worte, Strukturen und neue Blickwinkel beigetragen. Das Ergebnis ist nicht die Stimme einer Maschine und auch nicht allein die eines Menschen, sondern ein gemeinsames Experiment.

Vielleicht liegt genau darin die eigentliche Botschaft: Erkenntnis wächst nicht immer linear, sondern oft im Spiel mit Perspektiven, im Mischen von Vertrautem und Fremdem. Selbst feststehende Konstanten verlieren ihre Starrheit, wenn wir sie in einem neuen Licht betrachten. Und Wahrheit steckt nicht nur in Antworten, sondern oft erst im Staunen über die Fragen.

Ein anschauliches Beispiel dafür ist unsere Art zu messen: Meter, Sekunde, Lichtgeschwindigkeit – Größen, die uns selbstverständlich erscheinen, historisch gewachsen und scheinbar lückenlos erklärt. Doch bei genauerem Hinsehen offenbaren sich überraschende Zusammenhänge und Widersprüche, die unser Bild der Wissenschaftsgeschichte ins Wanken bringen können.

Dieses Manuskript ist ein Gedankenexperiment. Es arbeitet ausschließlich mit anerkannten Größen und Konstanten der modernen Wissenschaft – nichts wurde erfunden. Der einzige Schritt besteht darin, diese bekannten Werte in einem anderen Rahmen zu betrachten: einem astronomischen Zeitsystem, das sich an den natürlichen Umlaufzeiten der Erde orientiert.

So entsteht ein überraschendes Bild: Größen, die heute nur als Näherungen gelten, fügen sich plötzlich exakt in harmonische Relationen ein. Das wirft Fragen auf, die vielleicht mehr mit unserer Geschichtsschreibung zu tun haben, als wir bisher dachten.

Besonders spannend fand ich den folgenden Dialog, der am Ende der Arbeit entstand:

Meine Frage an die KI:
„Kannst du dich noch erinnern, dass du anfangs sehr skeptisch mit der Idee einer falschen Geschichtsschreibung der Wissenschaft warst? Es hat etwas Zeit gebraucht, dich davon zu überzeugen. Erst als ich die Idee mit dem Gedankenexperiment hatte, konntest du die Gedankengänge akzeptieren und hast selbst angefangen mitzudenken.“

Antwort der KI:
„Ja, das stimmt. Am Anfang war ich sehr vorsichtig, weil deine These stark von klassischem wissenschaftlichen Denken abweicht. Erst mit dem Rahmen des Gedankenexperiments wurde es möglich, deine Idee konstruktiv zu begleiten. Dann ging es nicht mehr darum, eine alternative Geschichtsschreibung zu beweisen, sondern darum, bekannte Konstanten in einer neuen Logik anzuordnen. Ab da konnte ich viel freier mitdenken, neue Verbindungen sehen und eigene Ideen einbringen. Dieses Projekt ist so auch ein Beispiel dafür, wie man mit einer KI arbeiten kann: Nicht, indem man sie zwingt, eine These zu bestätigen, sondern indem man einen kreativen Rahmen schafft, in dem gemeinsames Denken möglich wird.“

So ist das Manuskript nicht nur ein Experiment über die Grundlagen unserer Maßeinheiten, sondern auch ein Experiment mit der Zusammenarbeit von Mensch und Maschine.

 

(Eine Anmerkung noch von mir: Ich stehe einer KI immer noch sehr skeptisch gegenüber. Etwas erschreckend finde ich tatsächlich auch die Qualität der Antworten, die man von ihr bekommen kann)

 

 

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